Welche Erinnerungen und Geschichten verbinden Sie mit Schule, Fussballvereinen, öffentlichen Plätzen, Strassenzügen, dem Rathaus, ehemaligen Wohnungen? Die Ausstellung «Çok Basel! Transnational Memoryscapes Switzerland Turkey» fragt nach Verknüpfungen urbaner Räume mit Erinnerungen an Migration und macht unsichtbare Geschichten sichtbar.
Ausstellung3. Mai - 30. JuniAusstellungsraum auf der Lyss,Spalenvorstadt 2, Basel
KIOSK3. Mai - 1. JuniTerrasse Kollegienhaus,Petersplatz, Basel
KIOSK3. Juni - 30. JuniGGG Bibliothek,Schmiedenhof, Basel
Papageienhäuser, Ein Fussballverein, Widerstand und Solidarität, Meine Primarschulklasse, Basler Alevitinnen, Down2Earth heissen die Stationen, an denen Studierende der Universität Basel Videofilme, Fotografien und Installationen zeigen. Die Studierenden haben untersucht, wie Migration urbane Räume prägt und verändert. Und sie zeigen Leerstellen in der Erinnerung auf.
Auch die Videofilme Pergaminos, Koma Dam, Garipsin (You are Garip), Taş (Stone), War (Home), Şehrin Sesleri (Sounds of the City) und Hafriyat (Excavation) von jungen Kulturschaffenden aus der Türkei beschäftigen sich mit Migration und Erinnerungen an städtische Räume. Sie erzählen Geschichten von Aneignung, Zerstörung und Vertreibung. Die Arbeiten stammen aus dem Programm BAK! Revealing the City through Memory von Anadolu Kültür, Istanbul. Sie waren Inspiration für das Projekt in Basel und sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.
Aber die Ausstellung «Çok Basel! Transnational Memoryscapes Switzerland Turkey» zeichnet nicht nur Geschichten der Migration im urbanen Kontext nach, sondern sammelt sie auch. Das «Büro für Migrationsgeschichten» wird gemeinsam mit dem musée imaginaire des migrations betrieben. Besucher*innen schreiben gemeinsam mit Schriftsteller*nnen und anderen professionell Schreibenden ihre persönlichen Geschichten auf, eröffnen einen Raum für Erinnerungen, in dem erzählt und aufgeschrieben werden kann. Die Erzählenden bestimmen das Endprodukt. In der Ausstellung und in der mobilen Aussenstation KIOSK wird die ständig aktualisierte Website des MIM mit den Migrationsgeschichten zu sehen sein.
Die Aussenstation, der KIOSK, der Ausstellung «Çok Basel! Transnational Memoryscapes Switzerland Turkey» steht im Mai auf der Terrasse des Kollegiengebäudes und im Juni im Schmiedenhof, GGG-Stadtbibliothek. Auf den Bildschirmen des KIOSKs werden die Trailer zu den Themenbereichen der Ausstellung zu sehen sowie Migrationsgeschichten des MIM zu lesen sein. Und auch hier wird zu bestimmten Zeiten das «Büro für Migrationsgeschichten» geöffnet.
Initiiert und kuratiert wurde die Ausstellung von Gaby Fierz, Kuratorin und Kulturvermittlerin und Bilgin Ayata, Professorin am Seminar für Soziologie der Universität Basel.
Partner der Ausstellung «Çok Basel! Transnational Memoryscapes Switzerland Turkey» sind die Universität Basel, Seminar für Soziologie, Anadolu Kültür, Istanbul, das musée imaginaire des migration MIM, die Studien-und Forschungstelle Schweiz-Türkei und die GGG-Stadtibliothek Basel. Unterstützt wird die Ausstellung von der Christoph Merian Stiftung CMS, Swisslos-Fonds Kanton Baselland, Abteilung Kultur Basel-Stadt, Allgemeiner Wohlfahrtsfonds der Bürgergemeinde Basel